Über das Projekt


 

 

Über das Projekt


Der Kombinierte Verkehr, bei dem der größte Teil der Transportstrecke auf Schiene oder Wasserstraße zurückgelegt wird, gilt als umweltfreundliche Alternative zum reinen Straßenverkehr. Richtig eingesetzt bietet der KV darüber hinaus auch ökonomische Vorteile, so dass er bei jeder Routenplanung berücksichtigt werden sollte. Leider fehlt in kleinen und auch in großen Unternehmen nicht selten das nötige Wissen über die Vorteile und Einsatzmöglichkeiten des Kombinierten Verkehrs.

Der Kombinierte Verkehr ist in den letzten Jahren stärker als der Straßentransport gewachsen, dennoch befindet sich der Anteil am gesamten Gütertransport immer noch auf einem niedrigen Level. Damit der KV als wichtiger Teil des Verkehrssektors künftig mehr zum Erreichen der Klimaziele und zur Entlastung der Straße beitragen kann, hat sich das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) dazu entschlossen das Projekt ERFA KV zu fördern.

Der KV, als „Königsdisziplin“ des Güterverkehrs, setzt Kenntnis über die Einsatzmöglichkeiten einzelnen Verkehrsträger und über die einzelnen Akteure der Transportkette voraus. Aufgrund einer mangelhaften Ausbildung und oftmals mangelnder Transparenz einzelner Akteure wird der Markteintritt für viele LKW-Speditionen erschwert. Zum anderen führt dies zu Unkenntnis und bei den Entscheidungsträgern auf Seiten der Verlader, die somit oft keinen Einfluss auf die Routenplanung der Transportdienstleister nehmen.

Auf der anderen Seite kommt hinzu, dass sich sowohl Verlader als auch LKW-Speditionen untereinander nicht über den Kombinierten Verkehr austauschen, um zum einen voneinander zu lernen, gemeinsame Herausforderungen zu analysieren und gemeinsam Bedarfe mit anderen Akteuren kommunizieren.

Hier setzt das Projekt ERFA KV an. Zusammen mit dem Fraunhofer IML hat die SGKV dabei fünf Regionen (Dortmund, Frankfurt a. M., Regenburg/Nürnberg, Lausitz und Hamburg) ausgewählt, in denen ERFA KV- Gruppen entstehen sollen. In den Regionen wird es je eine Gruppe für Verlader und KV-Trucker geben. Die Gruppen werden maximal 15 Teilnehmer umfassen und homogen zusammengesetzt, damit zum einen bei Bedarf tief in spezifische Themen eingestiegen werden kann und zum anderen mögliche Probleme durch eventuell vorhandene geschäftliche Beziehungen zwischen den Akteuren ausgeschlossen werden können.

In jeder Region wird es eine Auftaktveranstaltung geben, zu der gezielt Unternehmen der Zielgruppe zusammen mit der örtlichen IHK eingeladen werden. Hier werden zum einen grundlegenden Informationen zum Kombinierten Verkehr vermittelt und zum anderen Praxisbeispiele durch Verlader, KV-Truckern und KV-Terminals vorgestellt. Im Anschluss daran können interessierte Unternehmen den kostenlosen ERFA Gruppen beitreten. Sollten Sie sich für das Projekt interessieren und noch nicht angesprochen worden sein, sprechen Sie uns einfach an. Geplant ist, dass sich die jeweiligen ERFA Gruppen zweimal pro Jahr treffen. Bei der ersten und (im Projektzeitraum bis 2019) letzten Sitzung wird den Teilnehmern ein Fragebogen ausgehändigt, in dem u.a. der aktuellen Anteil und Menge der KV-Verkehre abgefragt wird, um den Erfolg des Projekts auch quantitativ messbar zu machen. Gewünscht ist es, dass die Gruppen nach Abschluss des Projekts fortgeführt werden.

Das übergeordnete Ziel des Projekts ERFA KV ist es den Anteil des Kombinierten Verkehrs am gesamten Güterverkehr zu steigern und somit einen Teil zur Verkehrsverlagerung und zum Erreichen der Klimaziele beizutragen.